Anke Engelke

Anke Engelke wird als die Königin unter deutschen Komikerinnen angesehen, und neben ihrer Arbeit als Fernsehunterhalterin wirkt sie zudem noch als Hörfunkmoderatorin, Schauspielerin, Musikerin, Synchronsprecherin wie auch als Ehefrau und Mutter dreier Kinder. Für Anke Engelke ist es jedoch kein Problem von einer Rolle in die nächste zu schlüpfen, was sie schon mit ihrem Emporkommen in der „Wochenshow“ mit ihren zahlreichen Figuren und Parodien gezeigt hat.

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Anke Engelke wird am 21. Dezember 1965 in Montreal, Kanada geboren und verbringt dort ihre frühe Kindheit. 1971 zieht Familie Engelke nach Köln und Anke Engelke geht dort ins Gymnasium, nimmt am Schulchor teil und erhält dadurch die Möglichkeit mit den Schlagersängern Heino („Sing mit Heino“, 1977-1979) und 1977 mit Udo Jürgens zu singen, wodurch sie entdeckt wird und so zum Radio gelangt.

Schon 1978 moderiert sie Kindersendungen wie „Moment mal“ (1978-1980), das „ZDF-Ferienprogramm“ oder das Magazin „Pfiff“ (1979-1986). In den 1980er Jahren arbeitet sie weiterhin beim Hörfunk als Moderatorin und bildet sich dort 1986 als Redakteurin weiter. Nebenbei beginnt sie auch Anglistik, Pädagogik und Romanistik in Köln zu studieren, führt dieses Studium jedoch nicht zu Ende.

Anke Engelke betätigt sich jedoch auch weiterhin musikalisch und veröffentlicht 1981 ihre erste Single „Anke & Alexis Weissenberg – Wiegenlied für Erwachsene“. Gemeinsam mit ihrer Schwester Susanne und ihrem späteren ersten Ehemann Andreas Grimm singt sie seit 1989 in der Soul-Band „Fred Kellner und den famosen Soul-Sisters“, und obwohl sie zwischenzeitlich pausiert, steht sie mit dieser Gruppe seit 2003 erneut auf der Bühne.

Anke Engelkes erste komödiantische Arbeit findet zunächst auch beim Hörfunk in der Sendung „Gagtory“ (1993) statt. Nachdem sie Mitte der 1990er Jahre geheiratet hat und zum ersten Mal Mutter wird, triumphiert sie auch beruflich als Nachrichtensprecherin neben Ingolf Lück, Bastian Pastewka und Markus Maria Profitlich in der legendären „Wochenshow“ (1996-2000). Inzwischen ist sie zum zweiten Mal verheiratet (seit 2005 mit Claus Fischer, dem Bandleader bei „TV Total“), tritt jedoch nach wie vor als Anke Engelke auf.

1999 ruft Anke Engelke ihre eigene Produktionsfirma „Ladykracher“ ins Leben und so entwickelt sie zunächst die Comedy-Show „Anke“ (1999-2001). Mit ihrer Kult-Sendung „Ladykracher“ (2001-2004/seit 2008) startet sie dann voll durch und produziert nebenbei noch „Ladyland“ (2006-2007), tritt in der Show „Pastewka“ (2006/2009) auf und spielt mit ihrem Comedy-Kollegen Bastian Pastewka auch noch die „Anneliese“ in der Sendung „Fröhliche Weihnachten! – mit Wolfgang & Anneliese“(2007/2009). In Zusammenarbeit mit Olli Dittrich entwickelt sie außerdem die erfolgreiche sechsteilige Comedy-Reihe „Blind Date“ (2001-2005).

2004 erhält Anke Engelke als Ersatz für Harald Schmidts Sendung die „Anke Late-Night-Show,“ doch diese ist weniger erfolgreich und wird im gleichen Jahr wieder abgesetzt. Trotzdem zeigt sich die Entertainerin weiterhin als Moderatorin, wie beispielsweise 2005 bei den „Golden-Globe-Awards“, den „Oscars“, beim „Deutschen Fernsehpreis“, bei der Berlinale und 2009 beim „Europäischen Filmpreis“.

Zwischenzeitlich ist Anke Engelke aber auch auf der Bühne neben Peter Millowitsch wie auch im Film „Liebesluder“ (2000) zu sehen. Weitere Filme in denen die populäre Komikerin erscheint sind beispielsweise „Der Wixxer“ (2004), „Vom Suchen und Finden der Liebe“ (2005), „Vollidiot“ (2007) oder „Freche Mädchen“ (2008).

Ferner verleiht Anke Engelke ihre Stimme neben einigen weiteren für die Rolle „Jane“ in „Tarzan & Jane“ (1999), für die Eisbärenmutter in „Der kleine Eisbär 1 & 2“ (2002/2005), für „Dorie“ in „Findet Nemo“ (2004) und seit 2007 für „Marge Simpson“ in der Fernsehserie „Die Simpsons.“

Für ihre vielseitige Unterhaltungsarbeit ist Anke Engelke schon mit etlichen Preisen ausgezeichnet worden – hier seien nur einige davon erwähnt: Für die „Wochenshow“ bekommt sie 1999 den Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera, den Bambi und den Deutschen Comedypreis. In den Jahren 2000 und 2001 wird sie als „Beste Komikerin“ erneut mit dem Deutschen Comedypreis geehrt. 2002 folgt der Deutsche Comedypreis in den Kategorien „Beste Komikerin“ und „Beste Comedy Show“ wie auch der Deutsche Fernsehpreis für ihre Sendung „Ladykracher“. 2003 bekommt Anke Engelke gemeinsam mit Olli Dittrich den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis für „Blind Date: Taxi nach Schweinau“. 2006 wird „Ladyland“ als „Beste Komödie“ und 2007 wird Engelke als „Beste Schauspielerin“ beim Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. 2008 erhält sie mit Bastian Pastewka für die Weihnachtsparodie „Fröhliche Weihnachten! – mit Wolfgang & Anneliese“ den Adolf-Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis und 2009 wird „Ladykracher“ erneut mit dem Deutschen Comedypreis als „Beste Sketch-Show“ ausgezeichnet.

Anke Engelke ist demnach eine durchaus erfolgreiche und wandlungsfähige Unterhaltungskünstlerin und sie hat die deutsche Comedy-Fernsehlandschaft mitgestaltet und geprägt. Bleibt nur noch zu sagen, danke, Anke!

3 Gedanken zu „Anke Engelke“

  1. Finde es schade, dass man so wenig Neues von Anke Engelke hört; ihre besten Jahre zumindest bzw. der Höhe ihrer Karriere liegt anscheinend schon ein paar Jahre zurück. Habe sie zwar gerade mal wieder bei RTL oder Sat1 über den Bildschirm hüpfen sehen, aber glaube, es war nur eine Wiederholung ihrer Glanzzeit. Weiß jemand, ob es Neuigkeiten bzw. geplante Comedy-Shows, Fernsehauftritte oder so gibt?

  2. Also am Wochenende schaue ich immer Ladykracher mit Anke Engelke…Weiß nicht, ob es nur Wiederholungen oder neue Folgen sind…Live habe ich sie noch nie gesehen, aber würde mir gerne mal eine Show von ihr ansehen, falls es mal Tickets bzw. Auftritte in meiner Nähe gibt. Ich finde es sehr mutig, dass sie sich in ihren Sketchen so hässlich zeigt, denn gerade Frauen sind ja doch oft eitel…Auf dem roten Teppich sieht sie immer total hübsch aus und ist nicht wiederzuerkennen, wenn man an ihre Comedy-Einlagen denkt. Echt super, Anke!!!

  3. Ich meine, dass ich Anke Engelke am Wochenende in einem Krimi habe mitspielen sehen. Ich glaube auf ARD oder ZDF; kann das sein? Die Stimme und das Aussehen waren eigentlich eindeutig, aber ich kenne sie nur als Comedian und irgendwie war ich mir nicht ganz sicher. Macht sie denn gar keine Comedy mehr? Habe ihre aktuelle Karriere nicht verfolgt, aber würde mich freuen, sie mal wieder auf der Bühne mit Sketchen und dummen Sprüchen zu sehen. Auch wenn sie als Schauspielerin, wenn sie es war, einen guten Eindruck bei mir hinterlassen hat.

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