Bodo Bach (Robert Treutel)

Bodo Bach, der eigentlich Robert Treutel heißt und am 25.10.1957 in Frankfurt am Main geboren wird, wächst mit zwei Brüdern in Ulrichstein auf und beginnt 1976 nach dem Abitur an der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe Universität Jura zu studieren, bricht das Studium dann aber nach neun Semestern ab. Zwischenzeitlich hat er nämlich diverse Nebenjobs beim Hessischen Rundfunk als Fahrer, Aufnahmeleiterassistent und Kabelhilfe – ein Sprungbrett zum späteren Erfolg als Radio-/TV-Moderator und Komiker – und Treutel sammelt dort erste Einblicke in die Welt der Medien.

In diesen beruflichen Rollen erfindet und entwickelt er seit 1994 die fiktive Figur „Bodo Bach“, die durch Scherzanrufe im Radio bekannt wird und dessen typische Markenzeichen der hessische Dialekt, die unfassbare schnelle Sprechweise und die Schiebermütze sind. Bodo Bach ist in verschiedenen TV-Sendungen im Hessischen Rundfunk zu sehen und er hat verschiedene CDs mit seinen Scherzanrufen und anderen Comedy-Geschichten und Parodien veröffentlicht.

In den 1980er Jahren zieht es Bach alias Treutel nach Köln und dort arbeitet er für „filmpool“ in der Film- und Fernsehproduktion als Aufnahmeleiter für die Sendung „WWF Club.“ Weitere Begegnungen und Kontakte in der Medienwelt führen auch zu weiteren Auftritten in Funk und Fernsehen. Robert Treutel, der Bodo Bach ja erst Anfang der neunziger Jahre erschafft, arbeitet eine zeitlang also zunächst als Moderator in verschiedenen Shows und bei verschiedenen Sendern.

Seit 1994 zeigt sich Treutel dann der Rolle und Figur von Bodo Bach, die spontan durch ein Telefongespräch entsteht. In den darauf folgenden Jahren veröffentlicht Bach alias Treutel 5 Alben, die ausnahmslos erfolgreich verkauft werden. Bodo Bachs erstes Album „Au! Weia“ erscheint 1996. 1997 folgt „MIR gehts gut“, 1998 „Festplatte 2000“, 1999 „Die Kaffeefahrt!“, 2001 „Ich verabscheu‘ mich“, 2002 „Aus em Häusche“ und 2005 „Bodo Bach – GRINSKRAM“.

2001 kriegt Bodo Bach außerdem seine eigene Fernsehshow: „ Bodo Bach – Bei Anruf Lachen.“ Zudem ist er in diversen anderen Fernseh- und Comedy-Shows zu sehen, wie zum Beispiel in den „Mitternachtsspitzen“, bei „Ottis Schlachthof“, in der „Wochenshow“, in der „Harald Schmidt Show“, bei „Wetten, dass…?“, bei Herman & Tietjen“ wie auch in anderen Comedy Galas u.a. Talk Shows.

Von 2003-2004 geht Bodo Bach erstmalig solo auf Tour mit dem Programm „Bodo Bach – Aus em Häusche“, anschließend und bis 2006 folgt die „Grinskram“-Tournee und wiederum gleich im Anschluss folgt Ende 2006-2010 die neue Tour „4-tel nach Bach“, in der Bodo Bach auch live das Telefon und die Zuschauer in die Streiche und Scherze mit einbezieht, indem er vom Publikum Telefonnummern bekommt und diese live für seine Späße auf der Bühne anruft. Bach integriert demzufolge nach wie vor das Telefon in seine Stand-up-Comedy.

2004-2006 erscheinen auch die jeweiligen Live-Programme von Bodo Bach als DVD: „Live… Aus em Häusche“ (2004), „Live… GRINSKRAM“ (2005) und „ Live… Ich hätt’ da gern mal ein Problem“ (2006).

2006-2009 ist Bodo Bach auch in der TV-Show „Verstehen Sie Spaß“ als veräppelnder Berichterstatter zu sehen. Auch in anderen Comedy-Sendungen tritt Bach weiterhin auf, wie zum Beispiel im „Quatsch Comedy Club“, bei „Genial daneben”, im „Fun Club” oder bei den „straßenstars.“ Auch schauspielerisch hat Bach sich betätigt. Seine erste Fernsehfilmrolle erhält er in „Das Musikhotel am Wolfgangsee.“

Bodo Bach scheint nie still zu stehen und keine Pause zu brauchen, denn 2011 folgt die nächste Tour mit seinem vierten Soloprogramm „… und … wie war ich?“. Und es lohnt sich ihm treu zu bleiben oder ihn neu zu erleben, denn es wird intimes und privates offenbart und in Bodo Bachs origineller Art auch politisches und sozialkritisches. Mit persönlichen Anekdoten gibt er alltägliches und wohl doch erstaunliches aus seinem Leben preis.

Privat weiß man von der fiktiven Künstlerfigur Bodo Bach, dass er einen Sohn namens Rüdiger und eine Frau namens Gerda hat. Er wird als freundlicher, kluger und offener Mensch beschrieben, der sich für seine Generation (50+) stark macht. Bodo Bach alias Robert Treutel ist spontan und aktuell, mal auch unverblümt oder plump in seiner Komik, die verschiedene Ebenen sozialer und politischer Realitäten betrachtet.

Ein Gedanke zu „Bodo Bach (Robert Treutel)“

  1. Robert ist einer der freundlichsten, „alten“ Kollegen, die ich beruflich kennen gelernt habe, schon lange vor „Bodo Bach“.

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