Hella von Sinnen

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Hella von Sinnen, geborene Kemper, erblickt am 2.2.1959 in Gummersbach das Licht der Welt. Die deutsche Komikerin, TV-Entertainerin und Geschäftsfrau ist bekannt für ihre schrillen Outfits und dafür, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Als öffentlich bekennende Lesbe kämpft sie nach wie vor für die Rechte der Frauen und der Homosexuellen und engagiert sich für die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren. Hella von Sinnen und ihre Lebensgefährtin Cornelia Scheel, Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel, gelten als das bekannteste lesbische Paar in Deutschland, leben nach wie vor glücklich zusammen in Köln und setzen sich als Mitglieder des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland für deren Rechte und gegen Diskriminierung ein. Gemeinsam mit der deutschen Musikgruppe Rosenstolz produzieren sie das Lied „Ja, ich will“ (Hochzeitslied) als Teil der Aktion für die gleichgeschlechtliche Ehe.

Hella von Sinnen träumt schon in ihrer Jugend davon Schauspielerin zu werden, und so entscheidet sie sich für ein Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften neben Pädagogik und Germanistik in Köln. Dieses bricht sie jedoch ab, da sie 1979 gemeinsam mit Dirk Bach eine Kabarettgruppe namens „Stinkmäuse“ gründet. Doch sie erhält ihren Ruhm nicht unbedingt durch die Bühne, obwohl sie auch mit ihrer selbst entwickelten Figur „Putzfrau Schmitz“ am „Schmidt-Theater“ erfolgreich ist, sondern Hella von Sinnen macht stattdessen Karriere beim Fernsehen.

1988 moderiert sie fünf Jahre lang mit ihrem Freund und Kollegen Hugon Egon Balder die TV-Sendung „Alles nichts, oder?!“ und wird dadurch populär. 1990 folgt die nächste erfolgreiche Show „Weiber von Sinnen“ und im gleichen Jahr ist Hella von Sinnen außerdem gemeinsam mit Ingolf Lück in einem Werbespot für die Aktion „Gib Aids keine Chance“ zu sehen.

Des Weiteren tritt sie regelmäßig als Gast in verschiedenen TV-Sendungen auf, wie zum Beispiel in Ralph Morgensterns „Blond am Freitag“ oder seit 2003 als festes Mitglied in Hugo Egon Balders „Genial daneben“. Für letztere Show bekommt Hella von Sinnen 2003 und 2006 den Deutschen Comedypreis in der Sparte „Beste Comedy-Show“, 2004 den Deutschen Fernsehpreis als „Beste Unterhaltungssendung“ wie auch den Radio Regenbogen Award für „Comedy“ und 2005 die Goldene Romy in der Kategorie „Beste Programmidee“. Auch in diversen anderen Quiz- und Rateshows ist sie immer wieder präsent.

Zudem bekommt Hella von Sinnen verschiedene Gastrollen in anderen Fernsehsendungen wie „Wenn die Putzfrau 2 x klingelt“ (1994), „Gisbert“ (1998), „Lukas“ (1999), „Ritas Welt“ (1999), „Star Weekend“ (1999/2000), „Nikola“ (2002), „Promi ärgere dich nicht“ (2005-2008) oder in „Die ProSieben Märchenstunde“ (2006). 2006 hat sie auch eine eigene TV-Serie „Die Hella von Sinnen Show“.

Ferner ist Hella von Sinnen in Nebenrollen in verschiedenen Filmen zu sehen, beispielsweise erstmalig in „Kiez“ (1983), „Ein Virus kennt keine Moral“ (1986), „Kondom des Grauens“ (1996), „Venus und Mars“ (2001), „Verrückt nach Paris“ (2002), „666 – Traue keinem, mit dem du schläfst!“ (2002) oder „Neues vom Wixxer“ (2007).

Hella von Sinnen verleiht 1994 außerdem ihre Stimme für die Figur der Hyäne „Shenzi“ im Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“ und ist ebenfalls als Synchronsprecherin in „Little Britain Abroad“ gemeinsam mit ihrem Freund und Kollegen Dirk Bach aktiv.

Hella von Sinnen ist jedoch weiterhin auch auf Kleinkunstbühnen zu sehen, meist wenn es mit den Fernsehquoten nicht so klappt, und geht mit Erfolg mit ihrem Programm „Ich bremse auch für Männer“ (ebenfalls 1999 auf Audio CD erschienen) zwischenzeitlich auf zweijährige Tournee. In Zeiten, in denen sie weniger medienpräsent ist, lebt sie ihre künstlerische Ader durch die Gestaltung von Video-Prints oder der Veröffentlichung von Fotobändern (z.B. Ute K. Seggelkes „Sammellust“, 2003) aus. Ferner betätigt sich Hella von Sinnen als Geschäftsfrau, denn sie gründet ihre eigene Firma – „Komikzentrum“ – und arbeitet eigene Konzepte fürs Fernsehen aus.

Hella von Sinnen hat neben den erwähnten auch zahlreiche andere Auszeichnungen erhalten, wie zum Beispiel 1990 den Bambi, 2006 den Deutschen Comedypreis in der Kategorie „Beste Komikerin“ und 2009 den Rosa Courage Preis wie auch die Kölner Lesben und Schwulentrophäe.

Es scheint, als wäre Hella von Sinnen geboren fürs Fernsehen, denn da ist sie nicht mehr wegzudenken und sie denkt selbst auch als über 50-jährige nicht daran aufzuhören. Sie sorgt gern für Aufsehen und Hella von Sinnen spielt und moderiert, witzelt und blödelt, schauspielert und synchronisiert seit über 20 Jahren und kämpft daneben auch immer für die Gleichberechtigung, und genau das macht sie respektabel und liebenswert.

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