Olli Dittrich


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Oliver – oder besser bekannt als „Olli“ – Dittrich wird 1956 in Offenbach am Main geboren, wächst aber in Hamburg auf und lebt auch heute noch dort. Er ist nicht nur als Komiker und Schauspieler tätig, sondern auch als Musiker und Komponist aktiv. Zunächst bildet er sich nach dem Realschulabschluss von 1975-1978 als Theatermaler an der Staatsoper in Hamburg aus und arbeitet anschließend bis Mitte der 1980er für die Deutsche Grammophon GmbH.

Der Hang zur Musik ist bei Olli Dittrich früh erkennbar, denn er lernt den Umgang mit Gitarre, Klavier, Schlagzeug und Gesang und schon während der Ausbildungszeit erscheint im Jahre 1977 seine erste Single, betitelt „Ich bin 18“. Er konzentriert sich somit weiterhin auf die Musikbranche indem er sich als Sänger und Komponist betätigt. Dittrich schreibt in den 1980er Jahren Songtexte (insgesamt ungefähr 250) neben vielen anderen zum Beispiel für Die Prinzen, James Last oder Annette Humpe. Außerdem erscheint 1989 sein erstes Album „Modern Guy“ unter dem Künstlernamen „TIM“ und zeitgleich spielt er gemeinsam mit Susi Frese und Ralf Hartmann in der Band „Susis Schlagersextett“, mit der er auch einige öffentliche Auftritte hat.

Nachdem er 1991 seinen Comedy-Kollegen Wigald Boning trifft und mit diesem zusammenarbeitet, auftritt und ein Album aufnimmt, beginnt im Jahre 1992 dann auch Dittrichs Comedy-Karriere, zunächst mit Auftritten im „Quatsch Comedy Club“ in Hamburg. Das Duo Dittrich und Boning erhält dann 1992 die Möglichkeit bei „RTL Samstag Nacht“ aufzutreten. 1993-1998 ist Dittrich festes Mitglied bei der zuvor genannten Comedy-Sendung und wird bekannt durch seine dortigen Sparte „Neues vom Spocht“ oder „Zwei Stühle – eine Meinung“ (in letzterer Rubrik tritt er wieder zusammen mit Wigald Boning auf und die beiden parodieren verschiedene Prominente und erschaffen diverse Kultfiguren und Wortspielereien). Für sein Wirken bei „RTL Samstag Nacht“ erhält Dittrich 1994 den Bayerischen Fernsehpreis und den Bambi wie auch 1995 den Adolf-Grimme-Preis. Nachdem die Show abgesetzt wird, erscheint die CD „Zwei Stühle – Eine Meinung“ mit den Highlights der Sketch-Sendung wie auch dem letzten Lied („Time to say goodbye“) von Bonings und Dittrichs Band „Die Doofen“.

Mit dieser Gruppe setzen Dittrich und Boning ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und verbinden Comedy und Pop-Musik mit der gemeinsamen Gründung von „Die Doofen,“ von denen jeweils 1995 („Lieder, die die Welt nicht braucht“) und 1996 („Melodien für Melonen“) ein Album erscheint. Die bekannteste Single ist wohl „Mief“ (1995) und die Gruppe ist in den deutschsprachigen Ländern überaus erfolgreich mit ihrer humoristischen deutschen Musik. 1995 stehen sie sogar zusammen mit Bon Jovi auf der Bühne. Zudem erhalten sie auch für ihre Musik 1995 vielfache Auszeichnungen wie den Bambi, die Goldene Europa, den Echo, den Viva COMET und die Goldene Stimmgabel. Ferner werden „Die Doofen“ zwischen 1995 und 1996 mit insgesamt 7 Gold- und Platinauszeichnungen geehrt.

Ende der 1990er Jahre folgen die ersten Filmrollen für Dittrich, wie etwa im Fernsehfilm „Der Neffe“ (1997) oder in den Kinofilmen „Frau Rettich, die Czerni und ich“ (1998) oder in „Late Show“ (1999). Ferner erhält Dittrich Nebenrollen in der Komödie und Edgar-Wallace-Parodie „Der Wixxer“ (2004) wie auch im Film „Stauffenberg“ (2004).

2000-2001 bekommt Dittrich auch seine erste eigene TV-Sendung „Olli, Tiere, Sensationen“, in der er seine Darstellungskunst weiter aufblühen lässt. Die Show wird in zwei Staffeln ausgestrahlt und deutet schon spätere Werke wie „Dittsche“ und „Blind Date“ an. Zwischenzeitlich moderiert Dittrich außerdem 1998-2001 bei „Wetten, dass…?“ die Außenwette. 2001-2005 tritt Dittrich dann zusammen mit Anke Engelke in der Improvisationssendung und Filmreihe „Blind Date“ auf, die aus seiner ersten Show entspringt und von der insgesamt 6 Teile produziert und ausgestrahlt werden. 2003 bekommt auch diese Sendung den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis.

Den endgültigen Durchbruch und die Ausweitung seiner Popularität erreicht Olli Dittrich mit seiner Sendung „Dittsche – das wirklich wahre Leben“, die seit 2004 im Fernsehen ausgestrahlt wird. In dieser improvisierten tragisch-komischen Show spielt „Dittsche“ neben dem Imbiss-Besitzer „Ingo“ (Jon Flemming Olsen) und „Schildkröte“ (Mr. Piggi) einen Arbeitslosen im Bademantel, der in der Hamburger Imbissbude sein Bierchen genießt und sich über das alltägliche Leben oder was er gerade in der Boulevard-Presse aufgeschnappt hat theoretisiert und philosophiert. Gelegentlich erscheinen auch hochprominente Gäste – so genannte „Titanen“ – wie zum Beispiel neben anderen Rudi Carrell, Wladimir Klitschko, Harald Schmidt, Uwe Seeler und viele weitere mehr. „Dittsche“ wird von sechs Kameraperspektiven zufällig von einem Computer zusammen geschnitten und live ausgestrahlt und ist so erfolgreich, dass die Show 2004 den Deutschen Fernsehpreis, 2005 den Adolf-Grimme-Preis, 2007 den DVD-Award, und Olli Dittrich außerdem 2008 den Radio Regenbogen-Award in der Kategorie „Beste Comedy“ und 2009 die Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Unterhaltung“ erhält. Der unterhaltsamste und aktuellste Wochenrückblick hat bis 2010 insgesamt 13 Staffeln gesendet. Seit 2006 sind die ersten zehn Staffeln auch auf DVD erhältlich, jedoch mit den variierten Titeln „Das perlt!“ (2006) bis „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma‘ noch’n Bier! Wie heißt das? Biddä! Bidddää!” (2010).

Des Weiteren ist Olli Dittrich zusammen mit Comedian Bastian Pastewka (wie auch wieder mit Susi Frese und Ralf Hartmann) 2002-2004 bundesweit auf der Bühne zu sehen mit dem Programm „Ein Abend mit Bastian Pastewka und Olli Dittrich“.

Doch Dittrich bleibt immer auch weiterhin der Musik treu und spielt seit 2005 als Schlagzeuger gemeinsam mit Jon Flemming Olsen (mit dem er schon zuvor in der Band „Die Bietels“ spielt) in der Band „Texas Lightning“, die 2006 auch am „Eurovision Song Contest“ teilnimmt und dort Platz 15 belegt. Auch dieses Projekt Dittrichs ist vom Erfolg gekrönt, denn zwischen 2005 und 2006 bekommt die Band fünf Country-Music-Awards und drei Gold- und Platinauszeichnungen. Die Gruppe spielt zwar Country-Songs, aber nicht ausschließlich. Einen guten Mix ihrer Musik kann man auf ihrer CD „Meanwhile Back At The Ranch“ hören.

Zudem ist Dittrichs Stimme in zwei Hörbüchern zu hören, nämlich in Tom Sharpes „Puppenmord“ und Kati Naumanns „Was denkst du?“. 2007 erscheint Olli Dittrich auch in der Werbung, nämlich für „Media Markt,“ doch aufgrund der sehr klischeehaften Darstellung der dort gespielten Rollen und einigen Beschwerden von Seiten der Zuschauer, werden diese Spots eingestellt. Im gleichen Jahr ist Dittrich Gast im „Aktuellen Sportstudio“ und tritt im Musikvideo des Lieds „Vom selben Stern“ von der deutschen Band „Ich und Ich“ auf. Ende 2008 erscheint auch eine neue CD von Olli Dittrich mit dem Titel „11 Richtige,“ für welche er wieder einmal selbst schreibt und komponiert und sogar ein 60-köpfiges Orchester mit einspannt.

Olli Dittrich ist in seiner Unterhaltungsarbeit vielseitig, perfektionistisch und er lebt das aus was er liebt: Komik und Musik, gern auch in Kombination. Darüber hinaus lässt er sich als privater, sportlicher, loyaler und wandlungsfähiger Mensch charakterisieren, der sowohl seriös als auch urkomisch auftreten kann.

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