Piet Klocke

Piet Klocke wurde am 20. Dezember 1957 in Emmerich geboren und begann ein Germanistik- und Philosophiestudium, welches er abbrach. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Amsterdam, wo er in mehreren Bands spielte, kehrte Klocke nach Essen zurück und veröffentlichte ein Aphorismenband. Zudem gründete er ein Musiktheater namens Kamikaze Orkester. Hier entwickelte Klocke seine Bühnenfigur, der er bis heute treu blieb. Klocke hat seinen Wohnsitz in Essen.

Piet Klocke hat sich auch entfernt von der Theater- und Comedybühne einen Namen machen können. So komponierte er zu insgesamt 35 Filmen die Musik. Die berühmteste von Klocke stammende Filmmusik stammt aus dem Film „Peng! Du bist tot“, die sogar den Sprung in die Charts schaffte. Seine musikalische Karriere fand einen Höhepunkt in der Gründung der Band „Die Tanzdiele“. Im Laufe seiner Karriere stand Piet Klocke immer wieder vor der Kamera. Zuletzt spielte er eine Rolle im Film Rapunzel. Zudem kann er bei seinen Auftritten in bekannten Comedysendungen oder bei eigenen Bühnenshows bewundert werden. Neben seiner Karriere als Schauspieler und Comedian hat Klocke bereits zwei Bücher über seine Shows veröffentlicht. Diese sind unter den Titeln „Kann ich hier mal eine Sache zu Ende!“ und „Das geht alles von Ihrer Zeit ab“ zu erwerben. Zudem veröffentlichte Klocke zwei CDs, die unter anderem sein Bühnenprogramm „Hiphop für Angestellte“ enthalten.

Klockes Figur auf der Bühne ist mittlerweile zu einem Kultstatus geworden. Begonnen hatte er mit der Figur eines zerstreuten Professors in den Fernsehshows „RTL Samstag Nacht“ und „7 Tage, 7 Köpfe“. Seither ist Piet Klocke kaum noch von den deutschen Comedybühnen wegzudenken. Als Professor Schmitt-Hindemith spielt sich Klocke durch abstruse Geschichten, die den Zuschauer trotz anhaltenden Applauses zum Nachdenken animieren. Klockes Markenzeichen ist seine Beherrschung des Satzbruchs. Hierbei beginnt er Sätze, führt diese jedoch wahlweise nicht aus oder in einem grammatikalisch fehlerhaften Zusammenhang fort. Mit diesem Stilmittel gibt er seiner Charakterfigur Tiefe und fordert die Zuschauer gleichzeitig zum Mitdenken auf. Doch nicht nur seine Art auf der Bühne hat einen hohen Wiedererkennungswert. Klockes hageres Aussehen, seine roten Haare und die hastigen Handbewegungen lassen seinen Charakter im Gedächtnis der Zuschauer haften.

Unter Kritikern ist Klocke hauptsächlich für seine zerstreut wirkende Art in seinen Bühnenprogrammen bekannt und beliebt. Seine Kunst, Semantik mit Texten zu paaren, die intellektuell wirken, doch keinen tieferen Sinn zu haben scheinen, ist äußerst beliebt. Klocke wurde bereits mit dem „Goldenen Löwen“, dem „Bayerischen Kabarettpreis“ sowie dem „Jürgen-von-Manger-Preis“ ausgezeichnet. Piet Klocke tritt zudem häufig mit der Saxofonistin Simone Sonnenschein auf und vermischt Kabarett mit musikalischen Einlagen.

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