René Marik

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René Marik steht zwar selbst selten direkt auf der Bühne, aber er verzaubert seine Zuschauer mit seinem prunklosen Puppentheater, mit dem er deutschlandweit bekannt und beliebt wird. Daneben tritt er auch als Sänger, Komiker und Kabarettist auf.

Der deutsche Puppenspieler, Schauspieler und Musiker René Marik wird am 1. Juni 1970 in Hildesheim geboren. Er wächst in einem Dorf bzw. auf einem Truppenübungsplatz, wo seine Eltern eine Kantine bewirtschaften, im Westerwald auf. Nachdem er den Hauptschulabschluss erhält, beginnt er dort in einer Reparaturwerkstatt eine Kfz-Mechaniker-Lehre, wird jedoch dabei nicht glücklich. In Siegen holt René Marik dann seinen Realschulabschluss und das Abitur nach und beginnt Mathematik zu studieren, doch auch dies erfüllt ihn nicht.

Der Weg führt René Marik 1993 nach Berlin, dort schließt er sich zunächst der Hausbesetzerszene an und lebt sieben Jahre lang mit dreißig anderen gemeinsam in einer WG im Bezirk Friedrichshain. Eine zeitlang lebt er seine musikalische Ader in der Punkband „Die fickenden Turnschuhe“ aus und seine künstlerische Seite entwickelt er in spontanen Kunstaktionen mit kreativen Kollegen, wodurch er auch zu seinem ersten Puppentheaterstück in der Berliner „Schaubude“ gelangt. 1995 geht René Marik dann an die „Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst“ in Berlin, um dort Puppenspiel zu studieren. An der Berliner Schaubühne inszeniert er beispielsweise mit vier Kermit-Fröschen Shakespeares „Romeo und Julia“. 1999 schließt er das Puppenspiel-Studium mit Diplom ab und ist seitdem professioneller Puppenspieler.

Danach betätigt René Marik sich von 2000-2004 am Theaterhaus Jena, teilweise in gemeinschaftlicher Arbeit mit Rainald Grebe, mit dem er fünf Jahre lang zusammen in einer WG wohnt. Diese Begegnung und die dort erlebten Erfahrungen haben René Marik durchaus geprägt und zu dieser Zeit entsteht auch schon sein erstes Programm „Autschn! Ein Abend über die Liebe“. René Marik behauptet selbst, dass es seine Kunst ohne Rainald Grebe nicht geben würde und manchmal treten die beiden noch gemeinsam auf. Außerdem engagiert René Marik sich drei Jahre lang am Neuen Theater in Halle wie auch am Deutschen Theater in Berlin.

Seit 2007 ist René Mariks hauptsächliche künstlerische Arbeit dem Puppentheater gewidmet. Seine Programme beinhalten allerdings nicht nur das Puppenspiel, sondern er tritt auch selbst als Sänger und Schauspieler mit schnulzigen und übertriebenen Liebesliedern oder verunstalteten und chaotischen Gedichten auf.

Seine Berühmtheit hat René Marik dem Internet und dem Videoportal „YouTube“ zu verdanken, denn als hier Aufnahmen von seiner Maulwurfpuppe erscheinen, verbreiten sich diese wie ein Lauffeuer. Seither ist René Marik auch regelmäßig im „Quatsch Comedy Club“ wie auch in anderen Comedy-Shows zu sehen.

René Marik hat 2007 obendrein schon seinen ersten Preis erhalten, nämlich den „Cabinet Preis“ in der Kategorie „Comedy“ und im darauf folgenden Jahr wird er mit dem „Jurypreis“ beim Prix Pantheon in der Sparte „Frühreif und Verdorben“ ausgezeichnet. Ferner erscheint 2008 auch die DVD mit René Mariks Tourfilm und seine Puppen-Comedy-Programm „Autschn!“. Da diese DVD ein wahrer Verkaufsschlager wird, erhält sie 2009 die Platin-Auszeichnung und 2010 erscheint zudem eine Doppel-DVD „René Marik-Autschn! (Extended Version)“ – eine Kombination aus Tourbussauschnitten, Live-Programmen und den besten Stücken aus der „RTL Live-Show.“

Durch René Marik erlebt das „Kaspertheater“ eine fantastische Renaissance. Der lässige Puppenkünstler versteht es aus einfachen Putzlappen tragisch-komische Figuren zu erschaffen und die allseits beliebten und bekanntesten Charaktere wie zum Beispiel der Berliner Eisbär „Kalle“, der blinde Maulwurf mit dem Sprachfehler (der bekannteste und am meisten vermarktete Spruch von ihm ist „Jemand ze hage?“ was so viel heißt wie „Jemand zu Hause?“), eine Barbie oder der oberschlaue Kermit-Frosch „Herr Günther Falkenhorst“ werden in kurzen, dramatischen oder märchenhaften Geschichten und Stücken in Szene gesetzt.

Der große, hagere René Marik ist privat eher bescheiden und menschenscheu, weswegen er wohl auch lieber die Puppen spielen lässt. Der Erfolg überrascht ihn, obwohl er ihn sich doch nach jahrelanger Bühnenarbeit und mit viel Beharrlichkeit und Disziplin hart und unermüdlich erkämpft hat. Er bezeichnet sich selbst als Komiker und Schauspieler, oder besser noch „Darsteller im weitesten Sinne.“

Bei René Mariks Kleinkunst treffen sich Schwermut, Verzweiflung, Liebe, Romantik, Realität und Fantasie. Zugleich lässt er seine Puppen in dramatischen und drolligen Fragmenten sprachlich und mimisch aufleben, darstellen und – mal märchenhaft, mal bitterböse – erzählen und erweckt durch sie einen neuen urkomischen Kult.

2010-2011 ist René Marik mit seiner Puppenshow „KasperPop“ wieder auf der Bühne zu sehen und auf deutschlandweiter Tournee. Die Zuschauer und Fans dürfen sich also wieder auf ein pures Spaßprogramm des Puppenspielers freuen und sich über seine Comedy-Kunst kaputtlachen bis der Bauch schmerzt!

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