Sven Hieronymus

Sven Hieronymus ist zweifelsfrei einer der außergewöhnlichsten Comedians, die es heute gibt. Der gebürtige Rheinlandpfälzer hatte seine Karriere entfernt der Bühne geplant. Sein Werdegang begann mit einer Kolumne in einer Tageszeitung. Hier erzählte er aus dem Leben eines Fußballfans, der das Vergnügen hat, dem 1. FC Mainz 05 sein Herz zu schenken.

Der Erfolg der Kolumne war groß, sodass die Kolumne als Buch herausgebracht wurde. Hier begann der Lebensweg des Comedians, der eigentlich keiner sein möchte. Sven Hieronymus sollte im Mainzer „Unterhaus“ sein Buch vorstellen, doch verlief die Lesung aufgrund eines Fehlers in der Pressemitteilung anders, als Hieronymus es sich vorgestellt hatte. Laut Pressemitteilung sollte Hieronymus keine Lesung, sondern ein Comedyprogramm abhalten. Die geplanten Vorstellungen waren bereits nach einem Tag ausverkauft, sodass Hieronymus beschloss, tatsächlich ein Bühnenprogramm zu schreiben. Sein ungeplanter Comedystart mit „Ich geh nimmer nuff!“ war ein großer Erfolg und der von Hieronymus selbst genannte Leidensweg begann.

Sich selbst sieht Sven Hieronymus nicht als Comedian. Nach eigenen Angaben erzähle er nur Geschichten, die tatsächlich so geschehen sind. Das dies nicht so ist, wird dem Zuschauer schnell bewusst. Gerade Hieronymus‘ Parodien von bekannten Persönlichkeiten oder Personen, die einem besser nie begegnen, sind legendär. Seit seinem Start im Mainzer „Unterhaus“ ist Hieronymus bei einer Vielzahl von Comedyshows aufgetreten. Zudem führt er durch die Sendung „Nightwash“ und erhält oftmals Gastauftritte bei bekannten Comedykollegen.

Neben seinen Bühnenshows tritt Hieronymus täglich in einer Radioshow auf und wünscht seinen Zuhörern auf seine Weise einen guten Start in den Tag. Zudem ist er Mitglied der Band „Se Bummtschacks“, in der er den Gesangspart übernimmt. Seine musikalische Karriere hatte Hieronymus bereits 1984 in der Band „St. Vania“ als Schlagzeuger begonnen. Nachdem er 1993 feststellte, dass das Schlagzeugspiel nicht seine Leidenschaft ist, gründete er die Band „Se Bummtschacks“, mit denen er nicht nur seine eigenen Bühnenauftritte untermalt, sondern bereits bei großen Festivals wie „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ aufgetreten ist.

Das Bühnenprogramm von Hieronymus wie auch seiner Band erzählt meist in sarkastischer und parodistischer Sicht von bekannten Persönlichkeiten oder Gegebenheiten. Während der Faschingszeit hält Hieronymus mit der Band eine eigene Fastnachtssitzung ab. Das erfolgreichste Bühnenprogramm der Band um Hieronymus ist die Satire „Bummtschagentur für Arbeit“. Hier wurden nicht nur Sketche, sondern Musikvideos und Präsentationen mit in das Programm eingebunden. Die bekanntesten Programme von Sven Hieronymus als Solokünstler sind „Nur gucken, nicht anfassen“ sowie sein Erstling „Ich geh nimmer nuff“. Hieronymus hat zudem mit seiner Band mehrere Hymnen für Mainz 05 geschrieben.

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