Hanns Dieter Hüsch

Der Kabarettist Hans Dieter Hüsch wurde am 6. Mai 1925 in Moers am Niederrhein geboren. Hans Dieter Hüsch, das Multitalent, war Kabarettist, Liedermacher, Kinderbuchautor, Schauspieler, Moderator und Synchronsprecher. Achtzigjährig verstarb er im Jahr 2005.

Hüsch wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Moers auf und setzte sich in seinen Werken mit den Wurzeln der sogenannten „Kleinbürger“ auseinander.

Hans Dieter Hüsch litt unter einer Missbildung seiner Füße, mit dieser Missbildung setzte er sich später, mit Ironie, auseinander. Als Jugendlicher konnte er daher kaum Sport treiben und schrieb als Ausgleich schon sehr jung Texte. Nach dem Abitur studierte er in Gießen, auf Wunsch seiner Eltern, ein Jahr Medizin.

Theaterwissenschaften & erste TV Auftritte

Er wechselte danach an die Universität Mainz und studierte Theaterwissenschaften. Das entsprach eher seinem eigenen Berufswunsch. Hüsch war aber mehr der Praktiker und besuchte die Universität unregelmäßig, schrieb aber weiterhin seine Texte. Er trat dem Studentenkabarett bei und trat 1949 bereits als Chansonsänger auf. In den 50iger Jahren lebte er mit seiner Familie von Fernseh- und Radioauftritten. Er trat in der ARD Kabarettsendung „der Gesellschaftsabend“ auf. Zwischen 1976 und 1978 kam sein Durchbruch in der ARD-Serie Goldener Sonntag. Durch die Figur des ewig nörgelnden Hagenbuch wurde Hüsch zum Publikumsliebling. Gerade in den 80iger Jahren veröffentlichte Hüsch einige Bücher und nahm einige Schallplatten auf. Es waren rege Jahre in seinem Leben, er brachte ständig Neues auf den Markt.

Weitere Auftritte abseits des politischen Alltags

Ende der 80iger Jahre widmete er sich vermehrt dem Theater. Nach dem Tod seiner ersten Frau, zog er damals von Mainz nach Köln. In dieser Zeit schwenkte er auf Lesungen, auf der Bühne, um. In den 90iger Jahren lernte er seine zweite Frau kennen und heiratete diese im Jahr 1991. In diesen Jahren schrieb Hans Dieter Hüsch viele lebensphilosophische Werke. Im Jahr 2000 gab er seine Abschiedstournee als Kabarettist. Nach dieser Abschiedstournee erschienen einige Werke von Hüsch mit viel Erfolg auf DVD.

Hans Dieter Hüsch war kein Kabarettist, der sich mit tagespolitischen Geschehnissen auseinander setzte. Er war eher literarisch angehaucht. So beschäftigte er sich mehr mit alltäglichen Dingen und setzte sie in das kabarettistische Licht. Als Mensch und auf der Bühne trat er für die Friedensbewegung ein. Für seine literarische und künstlerische Arbeit erhielt Hüsch sehr viele Auszeichnungen, darunter den Deutschen Kleinkunstpreis und das Bundesverdienstkreuz. Nachdem er 2000 den Krebs besiegt hatte, erlitt er 2001 einen Schlaganfall, von dem er sich nicht wieder richtig erholte. Hüsch war in seinen Arbeitsjahren so lebendig und umtriebig, dass er nicht vergessen wird.

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