Harald Schmidt

Harald Schmidt ist ein Kult-Entertainer, der zusammen mit Herbert Feuerstein und anderen Höhepunkte der deutschen Fernsehunterhaltung geschaffen hat. In seiner Late-Night-Show bei SAT.1 und ARD hat er sich während der letzten Jahre einen festen Platz im Nachtprogramm geschaffen.

An ihm scheiden sich die Geister. Während ihn viele für genial halten, finden ihn andere ein wenig zu selbstbewusst. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, gehört Harald Schmidt zu den bekanntesten Kabarettisten Deutschlands. Der 1957 in Neu-Ulm geborene Comedian absolvierte zunächst ein Schauspielstudium in Stuttgart, das er 1981 abschloss. Anschließend war er einige Jahre an den Städtischen Bühnen Augsburg engagiert, bevor er 1984 ans Düsseldorfer Kom(m)ödchen wechselte, wo er unter der Anleitung von Lore Lorentz sein kabarettistisches Talent entwickelte. Während dieses Engagements ging er dann auch bereits mit ersten Soloprogrammen, z.B. „Ich hab schon wieder überzogen“, „Überstehen ist alles“ oder „Schmidtgift“ auf Tournee.

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1988 wurde Harald Schmidt dann schließlich für das Fernsehen entdeckt, wo er mit der Quizsendung „MAZ ab“ sein Debüt als Showmaster gab. Zwei Jahre später stellte er in der Sendung „Pssst…“ erneut die grauen Zellen des Rateteams auf die Probe. Eine Weile versuchte er sich auch als Nachfolger von Paola und Kurt Felix in „Verstehen Sie Spaß“, sein Moderationsstil fand jedoch nicht den erhofften Anklang beim Publikum. Bedeutend mehr Erfolg hatte er in dieser Zeit mit der Satireshow „Schmidteinander“, die er zusammen mit Herbert Feuerstein präsentierte.

Ende der 1990er Jahre brach dann bei den Fernsehanstalten die Ära der Late-Night-Shows an. Auch Harald Schmidt war bei SAT.1 mit der nach ihm benannten Show mit von der Partie. Dort plauderte er mit prominenten Gästen; zwischen den Interviews nahm er andere bekannte Persönlichkeiten und das aktuelle Tagesgeschehen aufs Korn. Dabei bewegte sich der Comedian des Öfteren nah an der Grenze zur Beleidigung, was ihm einige Klagen, gleichzeitig aber auch zusätzliche Popularität einbrachte.
2003 war es mit der Sendung dann erst einmal vorbei, weil Harald Schmidt eine Pause einlegen wollte. Allerdings lag Schmidt nicht auf der Faulen Haut. Gemeinsam mit Manuel Andrack ging er auf Tournee und führte eigene Kabarettprogramme auf.
Nach der Fernseh-Pause konnte man „Dirty Harry“, wie Harald Schmidt wegen seinen respektlosen Äußerungen oft auch genannt wird, in der ARD in einer ähnlich strukturierten Sendung erneut bewundern, bevor er 2011 dann mit seiner Show wieder zu SAT.1 zurückkehrte.

Im Lauf der Jahre ist das Fernsehen immer mehr zum bevorzugten Tätigkeitsbereich von Harald Schmidt geworden. Trotzdem blieb er weiterhin dem Kabarett und der Schauspielerei treu. So wirkte er einige Jahre in dem Stück „Warten auf Godot“ mit und steht auch immer wieder für das „Traumschiff“ vor der Kamera. Noch 2011 gehörte er zum Engagement des Staatstheaters Stuttgart.

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