Herbert Knebel


Die Kunstfigur Herbert Knebel, der eigentlich Uwe Lyko heißt, wird in den 1980er Jahren erschaffen. Herbert Knebels Markenzeichen sind seine dicke schwarze Hornbrille, die schwarze Schirmmütze und sein unverkennbarer Ruhrpotthumor. Der frühpensionierte Bergarbeiter aus Essen erzählt gern aus seinem alltäglichen Leben, von seiner Frau Guste oder seinen Enkeln Marcel und Jacqueline im typischen und grammatisch lockeren Ruhrpott-Dialekt.

Der einfallsreiche Kleinkünstler gründet 1988 das Affentheater – ein musikalisches Kabarett-Quartett bestehend aus Herbert Knebel, Ernst Pichel (eigentlich Martin Breuer am Bass), Sigi Domke, und dem „Trainer“ (eigentlich Detlef Hinze am Schlagzeug) – mit denen er sein erstes („Premiere“) von vielen Bühnenprogrammen startet. Die musikalische Gruppe covert meist Rock- und Pop-Klassiker und versieht diese mit amüsanten deutschen Texten.

1990 erscheint das zweite Programm mit dem Titel „Endlich war Neuet“ und im darauf folgenden Jahr auch schon die dritte Show betitelt „Wir präsentieren Euch einen.“ 1993 wird das Gruppenmitglied Sigi Domke dann durch Ozzy Ostermann (eigentlich Georg Göbel an der Gitarre) ersetzt und die neue Zusammensetzung tritt in diesem Jahr mit „Lecko Pfanni“ auf deutschen Kleinkunstbühnen auf. Ein Jahr später folgt das 5. Bühnenprogramm „Getz aber in Echt“ und 1995 wird die Truppe bei Sony Music unter Vertrag genommen. Im selben Jahr erscheint auch die erste CD des fünften Programms und Knebel ist nun auch wöchentlich im Radio zu hören.

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Unaufhörlich aktiv, erscheint 1996 dann die sechste Bühnenshow und die zweite CD mit dem Titel „Da sind wa schon wieder.“ Außerdem veröffentlicht Knebel im gleichen Jahr sein erstes Buch „Boa glaubse“ mit Geschichten aus seinem Hörfunkprogramm. Zudem ist er nun auch regelmäßig in der Kabarettsendung „Mitternachtsspitzen“ im TV zu sehen. Obwohl sich die Gruppe auf Kleinbühnen am wohlsten fühlt, haben sie ihren Bekanntheitsgrad durch Auftritte bei „Ottis Schlachthof“, im „Quatsch Comedy Club“, der „Harald Schmidt Show“ und diversen Kleinkunstfestivals ausgeweitet und gefestigt.

Als wäre die Arbeit mit der Gruppe nicht genug, veröffentlicht Herbert Knebel 1997 seine erste Solo CD, die auch gleich in den Charts landet. Mit seiner Gruppe publiziert er aber im gleichen Jahr auch das nächste Buch mit dem Titel „Knapp vorbei doch nie daneben“. Ein Jahr später folgt ihr 7. Programm wie auch die 3. CD betitelt „Knebel on the rocks“.

1999 erscheint dann Knebels 2. Solo CD „Live in Gelsenkirchen“, die wiederum erfolgreich die Charts erklimmt. Unermüdlich geht die Arbeit weiter und im Jahr 2000 wird das nächste Buch „Meine Fresse“ wie auch die nächste CD „Dat Beste von mich“ veröffentlicht. 2001 folgt dann das 8. Programm „Unter Strom“ wie auch die gleichnamige CD. 2003 kommt das nächste Buch „Ich glaub, mich holnse ab“ auf den Markt und Knebel und sein Affentheater gehen zu ihrem 15-jährigen Bühnenjubiläum auf Tour mit dem Programm „Gutes vom Vortach – 15 Jahre Herbert Knebels Affentheater“. 2004 geht Knebel dann noch einmal solo (bzw. mit Gitarrenbegleitung von Ozzy Ostermann) mit „Ich glaub, mich holnse ab“ auf Tour. Ein Jahr später wird die Doppel-CD „Live und Zuhause“ veröffentlicht.

Herbert Knebels Humor und seine Sketche zeigen kritischen Witz, wenn er das was ihn umgibt kommentiert und ausspricht, was die meisten wohl nur im Stillen denken. Er widmet sich auf spaßige Weise den bürgerlichen Dingen des Lebens und gibt Antwort auf die Fragen, die uns alle insgeheim beschäftigen.

Der einstige Punkrocker der Gruppe „B1“, der seine Texte nach wie vor alle selbst verfasst, hat es geschafft Comedy, Musik und Theater zu verbinden und gleichzeitig humorvolle Gesellschaftskritik auszuüben. Mit insgesamt 6 Solo-Alben, 6 Bühnenshows seines Affentheaters und inzwischen auch 6 Büchern ist Herbert Knebel eine feste Figur des deutschen Kabaretts.

Seine neuesten Werke sind die 2008 erschienene Doppel-DVD „Ich glaub, ich geh kaputt…!“ und das 2010 veröffentlichte Buch „Jetz is, wo früher inne Vergangenheit die Zukunft war.“ Herbert Knebel ist Entertainer, Komiker und Kabarettist und zeigt seinen Zuschauern auf seine unverkennbare, arglose und drollige Art wie bunt und banal das Leben doch sein kann.

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