Rainald Grebe


Rainald Grebe bietet seinem Publikum glänzende Gesänge und ungewöhnliche, verblüffende Texte. Mit Mimik und Musik und ein wenig Wahnsinn überzeugt und unterhält er seine Zuschauer mit seiner anarchistischen Kleinkunst. Am berühmtesten sind wohl seine Lieder „Brandenburg“ und „Thüringen“, und allgemein bekannt ist auch, dass Grebe gerne mit Indianerschmuck auftritt und sich generell auf der Bühne frei entfaltet.

Der deutsche Dramaturg, Schauspieler, Liedermacher, Autor und Kabarettist wird im April 1971 in Köln geboren, wächst dort in der Nähe in Frechen auf und macht hier auch sein Abitur. Danach folgt für Grebe 1990 der Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik in Bielefeld – eine Zeit, die ihn durchaus geprägt hat.

Anschließend beschließt Rainald Grebe nach Berlin zu gehen und sich dort als Straßenkünstler zu versuchen. 1993 studiert er dort bis zum Diplom-Abschluss 1997 an der Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst die Kunst des Puppenspiels, was für ihn zu diesem Zeitpunkt einen optimalen Mix aus Theater, Schauspiel, Schattenspiel und Kleinkunst darstellt.

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Im Jahr 2000 geht Rainald Grebe nach Jena und betätigt sich dort einige Jahre als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg am Theaterhaus Jena. In Jena tritt Grebe neben anderen Stücken außerdem im Theatercafé mit der „Falkenhorst-Show“ auf, die später in „Cinehorst“ umbenannt wird und im „Kassablanca“ aufgeführt wird.

Thomas Hermanns entdeckt Rainald Grebe im Jahr 2002 und die beiden entwickeln die Varietéshow „Immer wieder Sonntags“ und führen diese im Schauspielhaus in Hamburg auf. Für Rainald Grebe ergeben sich infolgedessen reguläre Gastauftritte in Comedy-Shows wie im „Quatsch Comedy Club“, bei „Nightwash“ oder bei „Ottis Schlachthof.“

2004 veröffentlicht Rainald Grebe seine erste Doppel-CD mit dem Titel „Das Abschiedskonzert“ auf der seine ersten verrückten Songs mit eigener Klavier- und Gitarrenbegleitung zu hören sind und mit diesem Programm geht er auch auf Solo-Tournee. Drei Jahre später folgt das zweite Bühnenprogramm „Das Robinson-Crusoe-Konzert“ (2007), welches im Berliner Kabaretttheater „Die Wühlmäuse“ uraufgeführt wird.

Ferner gründet Rainald Grebe 2005 mit Martin Brauer am Schlagzeug und Marcus Baumgart an der Gitarre die „Kapelle der Versöhnung“ und geht mit dieser volksmusikalischen Gruppe seitdem auf Tour. Von dieser Musikgruppe sind folgende CDs erschienen: „Rainald Grebe & die Kapelle der Versöhnung“ (2005), „Volksmusik“ (2007) und „1968“ (2008). 2008 und 2009 tritt das Ensemble mit ihrem Programm „Alle reden vom Wetter – die Klimarevue“ in Leipzig auf und Rainald Grebe fungiert hierbei nicht nur als Musiker, sondern auch als Regisseur und als Autor. 2009 folgt ebenfalls Rainald Grebes drittes Bühnenprogramm namens „Das Hongkongkonzert“ mit dem er bis 2010 auf Tour geht. Außerdem ist Grebe 2010 wieder mit der „Kapelle der Versöhnung“ auf Tournee und im Oktober und November 2010 sind „Rainald Grebe & das Orchester der Versöhnung“ in Berlin im Admiralspalast zu sehen.

Nebenbei ist Grebe außerdem weiterhin am Theater tätig und 2009 findet die Erstaufführung seines Stücks „Die Karl-May-Festspiele Leipzig“ statt. 2010 produziert er im Berliner Maxim-Gorki-Theater das Bühnenwerk „Zurück zur Natur. Ein Konzert für Städtebewohner.“

Rainald Grebe ist für seine schräge Kleinkunst auch schon mit diversen Preisen ausgezeichnet worden. 2001 erhält er zum Beispiel den „Ostdeutschen Kabarett-Preis“ der Leipziger Lachmesse, 2004 bekommt er den „Publikums- und Jurypreis“ beim Großen Kleinkunstfestival, 2006 wird er mit dem „Förderpreis der Stadt Mainz“ beim Deutschen Kleinkunstpreis geehrt und 2009 wird er mit dem „Musikpreis“ des Bayerischen Kabarettpreises ausgezeichnet.

Neben seiner vielseitigen Arbeit als Musiker, Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Dramaturg, präsentiert Rainald Grebe sich außerdem noch als Roman- und Hörbuchautor und produziert 2006 den Roman „Global Fish“ und 2007 das dazugehörige Hörspiel. Ferner erscheint 2007 Grebes Gesangbuch „Das grüne Herz Deutschlands“.

Wenn man sich allerdings einfach nur das Beste von Rainald Grebe anschauen will, so bietet die Live-Aufzeichnung von 2009 aus dem Berliner Admiralspalast eine gute Auswahl seiner Highlights mit der DVD „Die besten Lieder meines Lebens“ (2010).

Rainald Grebe zeigt sich demnach durchaus ambitioniert und erfolgreich, denn er hat zudem sein eigenes Label mit „Versöhnungsrekords“ und hat ferner auch schon einige Kurzfilme wie „Bin in Jena“, „Anfang der Selbstfindung“ oder „Anfang des Wahnsinns“ gedreht. Derzeitig lebt der abwechslungsreiche und legendäre Künstler in Berlin.

Rainald Grebes surrealer und skurriler Humor kommt deutschlandweit gut an und weder ihm noch seinem Publikum scheint je langweilig zu werden. Inhaltlich kann man Grebes Logik vielleicht nicht immer ganz folgen und er erscheint manchmal etwas kryptisch, absurd oder gar tragisch-komisch, doch gerade das macht ihn einzigartig und durch seine Darbietung des ganz alltäglichen Wahnsinns erhält man ganz erstaunliche und wundersame Einblicke, die einen nicht mehr loslassen.

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